3. Teil
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Datum Aktion Aufwand Summe
18.01.01

Zuvor aber bereite ich schon die Leitwerke vor. Da ich nur ein Servo für das Höhenleitwerk eingeplant habe, hat mir Herr Reinsch den Tipp gegeben:

Mit einem Servo im Leitwerksbereich bei Einsatz des ZG62:
Baue das Seitenleitwerk mit einem Sperrholzkernbrett anstatt Balsa. So wird das fehlende 2. Servo, welches zu Gewichtserhöhung im Rumpfende wegen des ZG62 benötigt wird, durch das Sperrholz ersetzt. Gleichzeitig wird die Festigkeit des Seitenruders erhöht.

Mir ist bei der alten Pitts auch ein Überschlag passiert. Die Pitts lag dann nach der Landung auf dem Rücken, war aber ansonsten unversehrt. Das Seitenleitwerk muß bei dieser ungewollten Figur einiges an Belastung wegstecken.

 
Auf dem oberen Foto ist neben dem Seitenleitwerk auch das Höhenruderservo mit dem Höhenruderanlenkhebel zu sehen. Am oberen Ende des Hebels ist der Massenausgleich des Höhenruders zu sehen. Eine Verlängerung des Sperrholzkernbrettchens dient zur Aufnahme des Höhenruderservos (ist eine Erweiterung von mir).

 
Auch das Höhenleitwerk habe ich mit einem Sperrholzkernbrettchen ausgerüstet.

2h 31h
23.01.01

Auf dem unteren Bild kann man nun den unteren Flügel sehen. Ich habe jetzt die Holmverkastung fertig gebracht. Ebenso die Endleisten und die Nasenhilfsleiste ist angeklebt. Die beiden Querruderbereiche sind ebenfalls fertig.

Hier noch eine Detailaufnahme.

Es ist deutlich die senkrechte Abschlußleiste an den Rippen (hinter der Abschlußleiste) zu sehen. In der oberen Hälfte der Abschlußleiste ist eine Balsadreieckleiste geklebt. Das Ganze ist dann von einem geschliffenen (Keilform am Rand) Sperrholzbrettchen nach oben hin abgeschlossen. So ergibt sich, wenn das untere Gegenstück (nach Abnehmen des Flügels vom Baubrett) eingebaut ist, eine wunderschöne Hohlkehle für das Querruder. Im linken Bereich sieht man auch das Loch für die Drehachse (2mm Stahldraht) des Querruders.

3h 34h
25.01.01

Querruderservobefestigung
Jetzt ist auch schon das Servo für die Querruder eingebaut. Es befindet sich in der Mitte des Flügels und wird auf einem Sperrholzbrettchen mit 2 Aluwinkeln gehalten. So ein Aluprofil gibt es im Baumarkt. Da lassen sich sehr viele Befestigungen mit machen (Geld sparen für Plastikschnellbefestigungen). Die M3 Schrauben im Sperrholz sind als Senkkopf ausgeführt und durch Ansenken des Holzes bilden die Schrauben eine glatte Oberfläche mit dem Holz. Ein bißchen Epoxi und ein kleines Sperrholzbrettchen und schon sitzen die Schrauben bombenfest. Zu Lösen einfach die Muttern herausdrehen, und das Servo läßt sich herausnehmen.

Der Umlenkhebel ist mit zwei Scheiben und dazwischenliegenden Kugelgelenken realisiert. Diese Einheit besitzt NULL Spiel und kann nicht ausschlagen (so leicht ;-) ).

Warum ein Servo in der Flügelmitte?
Gemäß Herrn Reinsch ist es wichtig, daß die Pitts mit möglichst wenig Drehmasse ausgestattet ist. Dann lassen sich Trudelfiguren und gerissene Rollen leichter fliegen. Die geringere Drehmasse kann mit weniger Kraft in die Drehbewegung versetzt werden und ebenfalls auch wieder schneller beendet werden. Damit sind dann exaktere Flugfiguren möglich.
Daher soll das Servo in die Mitte (kräftiges und schnelles) positioniert werden. Und das leichte Gestänge soll in die Außenflügel.
Die entsprechende Drehmassenberechnung ist hier dokumentiert.
Der zweite Grund ist der Masseausgleich. In normalen Stand, ohne Anlenkung eines Ruders, fällt eben dieses einfach herunter. Das Querruderservo muß dieses Ruder also halten. Mit der druchverbundenen Stange gleichen sich die Gewichte der Querruder aus. Es kommen hier, beim Doppeldecker, auch noch die Gewichte der Verbindungsstangen (oberes zu unteres Querruder) hinzu. Dieser zusätzlich Stromverbrauch beim Servo muß nicht sein!
Solche Funktionen wie Landeklappen mit den Querrudern realisiert, sind völlig überflüssig, da die Pitts als Doppeldecker ohnehin schon einen extrem schlechten Gleitwinkel hat. Bei meiner ersten Pitts habe ich die Landklappen (4 Servos mit Mischern gesteuert) nie gebraucht, und ich konnte die Pitts direkt aus dem Himmel herausbrechen. Eine super exakte Einteilung des Landeanfluges war überhaupt nicht nötig. Unsere 15m breite und 160m lange Landebahn habe ich nach etwas Übung immer getroffen.

2h 36h
20.02.01


Hier ist nun auch schon die Mittelbeplankung angebracht. Beide Seiten bekommen dann auch die Rippenaufleimer.

Nachdem das Querrudergestänge eingebaut ist, werden nun die Querruder extra aufgebaut.

1h 37h
20.02.01

Nasenbeplankung
So nun kommt die Beplankung des Nasenbereiches. Der mit Wasser verdünnte Weißleim gestattet dann ein nicht so stark gehetztes Arbeiten, wenn der Leim aufgebracht ist.
Ganz wichtig ist hier die gleichmäßige Anpressung über die gesamte Länge.

Am Ende des Flügels im Bereich der Randbögen wird im ersten Schritt nicht mit Weißleim geklebt. Dieser Bereich ist schwieriger zu bearbeiten, da das Balsaholz 2 Krümmungen folgen muß. Einmal der Rippen und zum anderen 90 Grad versetzt die Rundung zum Randbogenende hin.
Das geht überraschenderweise mit weichem 2mm Balsa sehr gut. Es werden die Klebeflächen mit Sekundenkleber (Zack) eingestrichen und getrocknet. Dann noch einmal wenig Kleber auf die versiegelten Klebeflächen auftragen und mit den Fingern in die richtige Form drücken.


Hier noch einmal ein Großaufnahme von der Seite. Es ist der zurechtgeschiffene Randbogen mit dem Absatz rechts im Bild erkennbar. Das muß natürlich vorher verschliffen werden. 

4h 41h
 

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Stand: 31. Oktober 2010